„Dem Leben beim Wachsen zuschauen“ – Ein Feldbericht der Elternschule

https://gen-deutschland.de/2019/09/24/dem-leben-beim-wachsen-zuschauen-ein-feldbericht-der-elternschule/

Elternschule – was ist das und wofür überhaupt? Zu drei Jahren Forschung zu Vertrauen und Wahrheit im Kontakt zwischen den erwachsenen Beziehungspersonen und der Eltern-Kinderbindung berichtet Lena Gebhard.

DER SAME

Kinder sind das pure Leben und fordern von uns Erwachsenen Präsenz ein. Zur Gemeinschaftskinderkonferenz 2017 in Sieben Linden trafen sich verschiedenste Persönlich-keiten aus der Gemeinschaftsszene und brachten ihre Kinder mit. Es gab ein turbulentes, buntes Treiben – wie es nur in einem generationsübergreifenden Feld entsteht.

Die Erwachsenen, auch etwa 20 junge Leute, die selbst in einer Gemeinschaft aufgewachsen waren, ließen sich auf einen „Theorie U-Prozess“ (Otto Scharmer) ein, der moderiert und wissenschaftlich begleitet wurde (u.a. von Researche Arts).

Was sind Erwartungen/Bilder der Sehnsucht und wie fühlt es sich tatsächlich an, in einem so großen Raum mit mehr als 150 großen und kleinen Menschen zusammenzukommen? Welche Träume sind erfüllt und wie könnte ein balanciertes Leben der unterschiedlichen Generationen aussehen? In welchem Feld wird Integration statt Separation der verschiedenen Altersstufen gelebt? Was braucht ein generationübergreifendes Zusammenleben konkret? Viele Ideen keimten auf. Ein Spross aus diesem Wurzelgeflecht war, diese Fragen in einer gemeinschaftsübergreifenden Elternschule zum Erblühen zu bringen!

Die IDEE der Elternschule

Die meisten von uns haben erlebt, wie es ist, wenn wir direktiven, autoritären Strukturen folgen, wenn wir uns in ein System einfügen, was den individuellen Wachstumsstrom hemmt, stört oder gar verhindert. Heute legen wir in Gemeinschaft und Gesellschaft großen Wert darauf immer mehr Felder zu kreieren, in denen unsere Kinder frei und selbstbestimmt lernen können. Wieso sollten wir uns als Eltern und KinderbegleiterInnen nun wieder auf einen solchen Raum „Schule“ einlassen, der so viele Geschichten und Ängste birgt? Es ist unserer Ansicht nach notwendig, die alten Muster zu transformieren und uns einer lichten, kraftvollen Führung anzuvertrauen, um dadurch neue Orientierung zu erlangen.

„In dem Ausmaß, in dem es uns gelingt, unsere [innere] Aufmerksamkeitsstruktur und

ihre Quelle zu sehen, können wir das [äußere] System verändern.“

Otto C. Scharmer (Forscher und Professor am MIT).

Wir wollen Pfade beschreiten, die uns mit unserer ursprünglichen Kraft, unserem heilen Kern und menschlichen Natur in Kontakt bringen – aufs Neue oder vielleicht das erste Mal entdecken können, welche Quelle für Kontakt im Inneren schlummert. Dies birgt die Chance, uns auf den gemeinschaftlichen Beziehungsraum einzulassen, indem wir durch die Spiegel, also das Feedback unserer Mitmenschen, Unterstützung in Elternschaft erfahren.

„Wir alle Tragen zellulär das Wissen in uns, was es heißt,

organisch, gemeinschaftlich – im Stammesgefüge eingebettet – aufzuwachsen.

Wir haben verlernt, als Familiensysteme zusammen zu leben.

Es gilt, dieses Wissen wieder wach zu rufen und Erfahrungsräume zu kreieren,

in denen wir unser Vertrauen nähren.

Sowohl zu uns Selbst – als auch in unsere Umwelt“
(Gemeinschaftswissen aus dem ZEGG)

Elternschule ist ein Raum, der Gemeinschaftsaufbau von innen her ermöglicht. Er bietet Beziehungsklärung für die Erwachsenen untereinander und eine Plattform für Wissensvermittlung, was z.B. gelebte Gemeinschaft unter uns Erwachsenen bedeuten kann. Dazu gehören als wesentlichste Basis Wahrheit und Vertrauen.

Kinder erfahren in Gemeinschaft, dass zum Beziehungsgeflecht der Eltern sowohl andere Erwachsene mit eigenen Kindern als auch die Männer und Frauen aus der Gemeinschaft gehören, die ebenfalls Verantwortung für die nachfolgenden Generationen übernehmen. Gleichzeitig brauchen Eltern eine „gehörige Portion“ Vertrauen, um die Rückmeldungen und teilweise auch kritischen Stimmen der Mitmenschen dieses Beziehungsnetzes entspannt hören, aufnehmen und integrieren zu können – insbesondere dann, wenn sie gerade selbst emotional aktiviert sind.

Das PFLÄNZCHEN

Innerhalb der letzten drei Jahre konnte wir als Teil des „Arbeitskreise Soziales“ im GEN Deutschland Netzwerk mehrfach erleben und beobachten, wie auf den verschiedenen Ebenen die Dinge wachsen und zum Erblühen kommen. So wurden beispielsweise die auf den ersten Blick recht schematischen anmutenden vier Dimensionen der Nachhaltigkeit (Soziales, Ökologie, Ökonomie, Kultur) innerhalb der Arbeitskreise immer mehr zum Leben gebracht. Bisher entstanden aus vielen der Zusammenkünfte, aus Impulsen, Gedanken, geteilten Worten und Entscheidungen ganz neue Formen und Strukturen. Innerhalb der Strukturen des Vereins von GEN Deutschland konnten wir z.B. erleben, wie aus vier Vorständen in einem dynamischen Prozess neun Menschen in die soziokratische Vorstandsstruktur hineinwuchsen.

So gedeiht auch das Feld des gemeinschaftlichen Elternseins und Kinderaufwachsens in unseren Mitgliedsgemeinschaften und darüber hinaus durch das Zusammenwirken vieler. Im Sommertreffen 2018 in Sulzbrunn (gemeinschaft-sulzbrunn.de) kamen in einem Kreis ca. 12 Menschen zusammen, um sich dem Themenfeld des gemeinschaftlichen Elternseins und Kinderaufwachsen zuzuwenden. Im Herbst in der Nature Community darauf widmeten wir (nature.community) einen ganzen Tag der Selbsterfahrung und dem Austausch zu den speziellen Herausforderungen im Elternsein in Gemeinschaft. Während die Kinder derweil durch Wald und Flur streiften, saßen wir am nahegelegenen Waldrand in der Sonne. Verschiedene Fragestellungen tauchten auf: Was braucht es, um eine Schule für die Kinder im Herzen der Gemeinschaft zu verankern? Wie fühlen wir uns als Erwachsene genährt? Wo erwarten wir von der „großen Mutter Gemeinschaft“ Versorgung und wo bleiben unsere tiefen Bedürfnisse nach Anbindung, Stille, Gehalten- und Getragen-Sein dadurch immer wieder auf der Strecke? Wieder einmal durften wir beglückt erleben, wie bereits im gemeinsamen Teilen  Nähe und Geborgenheit entsteht, sofern ein urteilsfreier Raum zur Verfügung steht.

Tassilo Peters aus Blumenthal (schloss-blumenthal.de/community) sprühte noch am Abend voll Charisma seine Inspiration des GFK-Friedenstocks in die Runde – ein Tool zur Konfliktklärung (tassilopeters.com/friedensstock_anleitung) und eine Methode der gewaltfreien Kommunikation nach M. Rosenberg. Die anschaulichen Bilder dieses Werkzeugs erleichtern den Kontakt zu den eigenen Bedürfnissen und Werten. Die einfühlsame und neugierige Begleitung in der anschließenden Demo einer alltäglichen Mutter-Tochter-Dynamik ermöglichte tatsächlich eine Vorfreude auf die nächste Konfliktsituation, um das Erlernte durch Wiederholung zu verankern.

Im Februar 2019 fand zum ersten Mal die gemeinschaftsübergreifende Elternschule am Tempelhof statt. Mit von der Partie waren Vertreter aus 13 Gemeinschaften, die sich dem Paradigmenwechsel von der Erziehung zur Beziehungsfähigkeit stellen. Getragen wurden die Tage maßgeblich von Kirsten Timmer, Teresa Heidegger und Michael Anderau, die sich entschieden für eine bewusste Elternschaft und eine neue Kultur im Zusammenleben mit Kindern einsetzen (www.transparents.net). Die Elternschultreffen finden zukünftig halbjährlich statt.

Im Anschluss an das letzte GEN Deutschland Treffen Mitte Juni in der Gemeinschaft am Windberg (www.windbergev.de) fand das zweite Vernetzungstreffen statt. Wir wollten uns als gemeinschaftliches Feld über den eigenen Tellerrand hinaus über die Fragestellungen rund um gemeinschaftliches Kinderaufwachsen und Elternsein verständigen. Die Ausrichtung war, mit möglichst wenig Bedingungen und Hindernissen  ins Thema einzutauchen, Kontakte zu knüpfen und sich den kollektiven wie individuellen Themenfeldern mit Zeit und Aufmerksamkeit entspannt widmen zu können.

Wir kamen zusammen und lernten uns näher kennen, während die anderen Teilnehmer des Sommertreffens abreisten und die Kinder um uns herum spielten. Es herrschte eine recht chaotische Atmosphäre, in der es umso mehr eine Herausforderung war, den Raum klar zu halten und gleichzeitig eine vertrauensvolle, organische Atmosphäre für alle Beteiligten zu schaffen – insbesondere wenn die Scheu des Fremden noch im Raum schwebt. Wir hatten den Anspruch, die Kinder zu integrieren und sie zu begleiten, anstatt sie abzuschieben, und uns gleichzeitig fokussiert auf die Erwachsenenthemen zu konzentrieren. Was braucht es, um gehaltene Kinder- und Erwachsenenräume innerhalb von Gemeinschaften aufzubauen? Auch hier zeigt es sich, dass es möglich ist, von den Erfahrungen und Geschichten der Anderen zu lernen und dass wir als Gemeinschaftsfeld bei vielen Themen an ähnlichen Schwellen stehen. Bereits innerhalb von 24 Stunden ist häufig schon im Feld ein Unterschied festzustellen, wenn die geteilte Verantwortung für die Kinder innerhalb des Kreises bei mehreren Erwachsenen liegt. Zugleich wesentlich dabei ist es, einfühlsam sowie respektvoll den Raum der Eltern gegenüber zu begegnen.

Kinder und Jugendliche sind die Träger und Gestalter der Zukunft dieses Planeten.

Jedes Kind trägt in sich eine unmittelbare, authentische Friedenskraft.

Um diese Kraft zu schützen und zu stärken, brauchen sie einen Lebens- und Lernraum

von menschlicher Wahrheit, Heimat und Vertrauen.

(Escola da Esperanca – Schule in Tamera)

So wie Kinder Zeit und einen entsprechenden Kontext brauchen, um Vertrauen zu gewinnen, benötigen wir das als Erwachsene ebenso. Denn allzu oft sind in uns die ungesehenen Anteile aktiv und fordern unsere Anteilnahme und tiefes Mitgefühl – zuallererst  von uns selbst. Heilsam und heilend kann das Erleben in der Gruppe dann sein, wenn wir uns in einer Tiefe begegnen, die es ermöglicht, wahrhaftig zu sprechen, ohne sich verstecken zu müssen.

DIE FRUCHT – Wie könnte es weiter gehen?

Mit dem Format der gemeinschaftsübergreifenden Elternschule ist angedacht, ein Feld für Bewusstseinsarbeit von Elternschaft zu schaffen. Zwei Treffen im Jahr sind geplant: Im Herbst 2019 findet es in der Gemeinschaft am Windberg vom 31.10.- 3.11.2019 statt. 2020 ist das Treffen im Frühjahr vom 23.-26.4.2020 im ZEGG geplant. Weitere Infos dazu unter www.transparents.net. Natürlich besteht darüber hinaus die Möglichkeit, sich während der GEN- Netzwerktagungen im Frühsommer und Herbst zu vernetzen, Wissen auszutauschen und sich gegenseitig einzuladen.

Der DUNG – Fortführende Anregungen und Fragestellungen

Ladet doch einfach mal einen Kreis von Menschen aus eurer Gemeinschaft ein, die ein aktives Interesse an den Themen der Kinder haben. Teilt, was Euch gerade als Eltern, MitbewohnerIn oder KinderbegleiterIn im Sein mit den Kindern und Jugendlichen bewegt. Leitende Fragestellungen könnten sein:

  • Was brauchen wir, damit unsere Kinder und wir selbst als Elternschaft in einer tiefen Anbindung zu uns selbst und den anderen in unserer Gemeinschaft zugleich sein können?
  • Wie können wir alltäglich mehr Ruhe, Gelassenheit und Frieden in uns als auch in unseren Familiensystemen sowie gemeinschaftlichen Netzwerken etablieren?
  • Welchen Umraum brauchen wir, Kinder wie Erwachsene, um in unser Potential zu kommen und an unsere ureigene Essenz angeschlossen zu sein & zu bleiben?

Viel Freude beim Experimentieren & Weiterentwickeln

Kaleidoskop des Gehenlassens

© Luisa Kleine

Den kompletten Artikel zur #60 Ausgabe der OYA findet ihr auch Online.

https://lesen.oya-online.de/texte/3511-kaleidoskop-des-gehenlassens.html

Verlust von Gemeinschaft
Von Lena Gebhardt

Wer sich schon mal auf den Weg in Gemeinschaft gemacht oder den Wunsch gehegt hat, in Gemeinschaft zu leben, weiß vielleicht, welche Hindernisse, Blockaden und Widerstände einem sowohl innerlich wie auch äußerlich dabei begegnen können. Nicht selten ist es ein langjähriger mehrstufiger Prozess von der Idee, in Gemeinschaft zu leben – bis zur tatsächlichen Umsetzung – bis sich schließlich die Gruppe, der Ort, die Vision gefunden haben, denen mensch sich aus vollem Herzen gerne anschließen möchte. Viele Menschen gehen bei der Annäherung an eine Gemeinschaft erst mal wieder weg – oder drehen mehrere Runden, bis sie sich dazu durchringen zu sagen: »Ja, hier will ich dazugehören, mit euch will ich leben!« Was, wenn das Außen, die Gemeinschaft, nicht so positiv reagiert, wie angenommen?
Doch irgendwann bin ich dann tatsächlich drin, fühle mich zugehörig, identifiziere mich mit dem neuen System, den Werten und Normen der Gemeinschaft, dem Projekt oder der Region. Ich habe mir neue Horizonte erschlossen, habe Aufgaben und Pflichten zu erfüllen, habe mich neuen Rollen anheim gegeben und Verantwortung übernommen. Ich kann die Vorzüge des Biotops genießen, volle Versorgung aufgrund der gemeinschaftlich organisierten Verpflegung, Gemeinschaftsküche, biologisches Gemüse aus eigenem Anbau mit sozialer Einbettung. Kreative Angebote und menschliche Kontakte in Überfülle, gemeinsames Singen und Musizieren, geistige Inspiration, Gefühlsarbeit, Rederunden, Kuschelkreise und Tanzabende: Was das Herz begehrt und sich einst so dringend herbeisehnte, ist jetzt da. Verbundenheit, Nähe und Intimität werden völlig neu erlebt.
Wieso um Himmels willen sollten sich Menschen denn, endlich in der Herde, im Stamm angekommen, dann wiederum dazu entschließen, aus einer bestehenden, etablierten, wohldurchdachten, gutstrukturierten und inspirierenden Gemeinschaft ausscheiden zu wollen? Die Suche geht von Neuem los. Wie will ich eigentlich leben? Mit wem? Wer sind meine Herzens-Verbündeten? In ein anderes Gemeinschaftsprojekt? Naturnaher? Im Ausland? In der Stadt endlich mal wieder allein in einer Wohnung leben? Es ist spürbar, es drückt und zwackt seit Langem, das Leben will sich entwickeln. Ich bin nur noch nicht bereit dazu. Warte noch ein bisschen, halte still und harre aus. Es muss erst so unaushaltbar drücken, dass ich den Sprung wage – ins Nichts hinaus.
Gibt es da draußen überhaupt Leben? Ernsthafte existenzielle Ängste durchfahren den Leib. Es fühlt sich an, wie ausgestoßen zu werden aus dem Stamm. Ohne die Anderen werde ich nicht überleben können. Das Stammhirn blinkt unaufhörlich. Es gleicht einer Geburt, durch die Enge ins Nicht-Wissen einzutauchen – werde ich jemals am anderen Ende ankommen? War ich doch wohlversorgt, in völlige Einheit eingetaucht, drängt es vom innersten Kern heraus nach draußen: in die große weite Welt der Konsum- und Konkurrenzgesellschaft. Ja, es gibt sie immer noch. Wieso genau wollte ich diesen Schritt noch einmal? Um zu erfahren, dass ich mich über das gemeinschaftliche Gefüge identifiziert, mich im Wir völlig aufgelöst habe. Das war doch gar nicht mal so schlecht – diese Symbiose-Erfahrung. Wie bei Mama im Bauch? Jetzt bin ich wieder mit der nackten Wirklichkeit konfrontiert. Notgedrungene Einkäufe im Supermarkt blieben mir die letzten Jahre erspart – was für ein riesiger Irrsinn, diese abgetrennte Lebensweise, abgepackte Lebensmittel, die was weiß ich woher auch immer auf diesem Planeten kommen. Wie würde unsere Welt aussehen, wenn wir kulturell in gemeinschaftlichen Versorgungskreisen organisiert wären und uns gemeinsam darüber verständigen müssten, was wir zu kaufen und zu speisen verantworten können?
Ich flüchte mich gedanklich in »Utopien« von Was-wäre-Wenn und so weiter und schwelge dabei in Erinnerungen an Zeiten, als ich mich als Teil von etwas Größerem erlebt habe und sich die Trennung zwischen Ich, Du, Wir langsam aufzulösen bzw. zu verschwimmen begann. Als ich meinen Blick in den Kreis schweifen ließ – als es sich noch anfühlte nach: »Ja genau das bin ich auch!« Die Anderen und ich, wir sind eins – abgefahrene ­Erfahrung.

Defend the Sacred – Konferenz für den globalen Systemwechsel

Ein Erlebnisbericht erschienen auf dem ZEGG Blog im November 2019 von Lena Gebhardt

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https://blog.zegg.de/2-uncategorised/42-defend-the-sacred.html

Das diesjährige Treffen „Defend the Sacred“ fand vom 16.-19. August 2019 zum dritten Mal in Tamera in Portugal statt. Mehr als 300 Aktivist*innen aus indigenen Gemeinschaften, sozialen Bewegungen und alternativen Lebensentwürfen kamen zusammen.

Mehr als jemals zuvor ist es notwendig zu begreifen, dass wir als Menschheit Teil eines großen Ökosystems sind, welches sehr fein abgestimmt und auch fragil zusammen wirkt. Wir dürfen lernen, wie wir mit all unseren Handlungen, Gedanken und unserem Bewusstsein auf das Zusammenspiel des Planeten Einfluss nehmen. Wir sind verbunden.

Die Kerngruppe hatte sich bereits einige Tage zuvor versammelt um sich gemeinsam auf das Gathering einzustimmen. Dabei waren Young Elders – junge Aktivista und Träger*innen der Bewegung. Sprecher*innen für die Vormittage waren beispielsweise LaDonna (Lakota und Initatorin der „Standing Rock Bewegung“ in Dakota), Tiokasin Ghosthorse (Autor und Host des ersten Indigenen Radios in New York), Gigi Coyle (Gemeinschaftaktivistin, Rites of Passage Guide und Council Trainerin), Pat McCabe (Navajo Medinzinfrau, internationale Sprecherin & Zeremonienmeisterin) sowie Besime Konca (leitend in der kurdischen Frauenbewegung und gestaltend in der Turkish MP aktiv). Diese Genannten sind nur einige der Persönlichkeiten, die in dem konzentrierten Feld zusammen kamen.   

Die Konferenz glich vom Anfang am Freitagnachmittag bis zum Abschluss am Montagmittag einer großen Zeremonie. Die rituelle Eröffnung fand am ersten Abend im Steinkreis auf einer Anhöhe des Geländes statt. Dieser magisch anmutende Ort empfing das erste Mal eine so große Gruppe an Menschen. Der Steinkreis ist eine Anordnung zum Teil menschengroßer Findlinge und einzelner ausdrucksstarker Felsen, in welche mit langjähriger Planungs- und Visionszeit ein Symbol eingemeißelt wurde. Jeder der TeilnehmerInnen konnte ein kleines Geschenk mitbringen, eine Blume oder ein Pflänzchen, ein Steinchen vom See oder eine Frucht vom Haselnussstrauch. Bereits bei dieser Eröffnung war das Zusammenwirken der Ältesten des Kreises und der jungen Generation beeindruckend. Nach dem offiziellen Schluss mit einem gemeinsamen Lied verweilten viele der Anwesenden noch in der Präsenz des aufgehenden Mondes und Einzelne der Teilnehmenden sangen Lieder, sodass die anderen mit einstimmen konnten.    

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Dieter Duhm als Mitgründer von Tamera (siehe unten), Futurist und Soziologe sprach zu uns am letzten Vormittag. Er hat sein Retreat, in welchem er sich aufgrund chronischer Beschwerden befindet, unterbrochen, um in schlichten, klaren Worten seine Wahrheiten zu den Zusammenhängen des inneren und äußeren Friedens in der Welt auszusprechen. Er erläuterte, dass es einen Wendepunkt in uns selbst gibt und dass unser Aktivismus wesentlich davon geprägt ist, ob wir innerlich Frieden empfinden oder ob wir uns nach wie vor im Kampf gegenüber dem Leben, unserer ursprünglichen Natur, uns Selbst, der Welt, der Liebe und unseren Mitmenschen befinden. Er zog Parallelen zur Studentenbewegung der 68er, in welcher er leitend aktiv war und erlebt hat, welchen Einfluss die jeweiligen emotionalen & geistigen Zustände der Akteure auf die gesamte Bewegung hatten und wie sie damit deren Ausgang bestimmten. Sein Anliegen ist es, dass die aktuellen Bemühungen, gesellschaftsverändernd zu wirken, auf diesen Erfahrungen aufbauen, so dass transformative Entwicklungen möglich sind. Als dritter Mann neben Dieter Duhm und Martin Wieniecki (siehe unten) sitzt an diesem Vormittag auch Benjamin von Mendelsohn auf der Bühne. Er wirkt aktiv in der Globalen Liebesschule in Tamera mit und ist Direktor der Grace Stiftung.   

Diesem männlich geprägten Vormittag ging ein Vormittag mit Sabine Lichtenfels und Pat McCabe voran, welcher eine Fortführung des vorangegangen Workshop-Tages war. In der Zelthalle kamen an jenem Nachmittag rund 100 Menschen zu einem Workshop „Womens Awakening & Feminine Force for a global Change“ zusammen. Mit von der Partie waren Besime Konca und deren Übersetzerin, die unter gespannter Atmosphäre ein Traktat zur Befreiung des Weiblichen in den kurdisch und türkisch geprägten Landstrichen verlasen. Es war eine höchst konzentrierte und mitfühlende Stimmung im Raum. Mit vielen unterschiedlichen Nationen im Raum zu sitzen und sich bewusst der Situation von Frauen in deren Heimatland, ihren Hoffnungen, Geschichten, Forderungen und Visionen zuzuwenden, war bereits ein Akt des Friedens. Sich aus der Position westlich sozialisierter und privilegierter Ansichten vom Herzen her den Schicksalen unserer Schwestern zuzuwenden, erforderte eine gehörige Portion Präsenz. Den langwierigen und durchaus herausfordernden Ausführungen mit offenem Geist zu folgen war eine intensive Art, Gemeinschaft zu erleben. Im gemeinsamen Teilen, Hören und Verstehen entstand eine Weite für alle Beteiligten, welche über die Erfüllung persönlicher situativer Bedürfnisse weit hinaus ging.   

Ähnlich erging es uns auch im zweiten Teil des Nachmittags, in dem wir im Format des Fishbowls einem Kreis von 9 Personen lauschten, die sich dem Thema „Gemeinschaft als Form des Aktivismus“ zuwendeten. Darunter waren zwei Personen aus Tamera: zum einen Vera Kleinhammes (Gemeinschaftsaktivistin und in der Koordination des Global Campus in Tamera tätig) und Anita (eine 12Jährige Schülerin). Letztere spricht kurz, klar und prägnant aus, was mich zutiefst bewegt. Ihr ganzes Leben verbrachte sie in Tamera. Sie kennt Gemeinschaft von Grund auf.

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Am Samstagnachmittag wurden in einem riesigen, beeindruckend koordinierten Open Space Format über 40 verschiedene Treffen angeboten, um sich zu den mitgebrachten internationalen Themen der Teilnehmenden auszutauschen und die Möglichkeit zu haben, sich weltweit zu vernetzen. So waren beispielsweise eine europäische Abordnung von Extinction RebellionFavella de Pazaus Brasilien, die Friedensgemeinschaft San José de Apartadó aus Kolumbien, Friedensaktivisten aus Palästina, Israel und dem Nahen Osten präsent.   

Neben der Möglichkeit, sich kennenzulernen und zu relevanten politischen Themen vor Ort auszutauschen, ist es wesentliche Absicht der Konferenz, menschliche Allianzen zu schmieden und eine Absichtserklärung abzugeben, die über die nationale und religiöse Zugehörigkeit hinaus für den Frieden steht. Es geht letztlich um ein Einheitsbewusstsein, welches erkennen lässt, dass wir mit allem verbunden sind. Dieses zellulär, emotional und auch gedanklich zu begreifen, verdanken wir immer wieder dem Einfluss von schamanischem Urwissen: Wir sind die Luft, die wir atmen, und wir sind der Himmel, zu dem wir hinauf blicken. In unserer Sprache vollziehen wir oftmals eine gefühlte Trennung. Es gibt jedoch indianische Worte und Silben, die alles beinhalten.  

Wasser ist Leben. Leben ist heilig. Wir in der westlichen Welt sind überwiegend in der privilegierten Situation zu entscheiden, welches Wasser wir trinken wollen: still, mit oder ohne Kohlensäure, in Glas oder Plastik eingefüllt. Der Wasserstand in den angelegten Seen, die Teil der Wasserretentionslandschaften von Tamera sind, war noch nie so niedrig wie in diesem Jahr. Wir als Gäste werden gebeten, das Wasser in diesem Gewahrsein zu nutzen – vor allem beim Duschen. Die Toiletten sind seit Beginn auf Trockennutzung in Form von Komposttoiletten angelegt. Dabei kann sich Tamera im Vergleich zum Umland immer noch „reich“ an Wasser schätzen. Wie sehr leben wir doch in Fülle und wie kann es sein, dass allzu oft die Mangelperspektive dominiert?  

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Täglich treffen wir uns in kleinen Untergruppen, welche nach aussterbenden Tierarten benannt sind, wie z.B. der „Ganges Hai“. So bekommen wir aufs Neue die Möglichkeit geschenkt, unseren Horizont zu erweitern, uns unserer Nabelschau bewusst zu werden und zu erkennen, dass wir uns weltweit schon seit Längerem in einer drastischen Situation befinden – nicht nur als Menschheit. Denn unsere Spezies ist nur ein Teil des komplexen Ökosystems, welches bedroht und bereits vom Aussterben betroffen ist.   

Fragen, die aufkamen, welche wir im Großen und in den kleineren Kreisen bewegten, und Anstoß gaben, aus der Taubheit, Scham und Hypnose, in welche uns die industrialisierte, technisierte und konsumorientierte Gesellschaft häufig verführt, aufzuwachen.  

  •  Wie können wir unseren geistigen, emotionalen & spirituellen Hunger stillen?  
  •  Wenn wir davon ausgehen, dass die Krise und der damit einhergehende Wandel unvermeidbar sind, was ist unsere Antwort? Welche Entscheidungen gilt es zu treffen? Welche Selbstverpflichtungen wollen wir uns geben, erneuern oder vielleicht zum ersten Mal beabsichtigen?  
  •  Wie können wir uns mit einer Kraft verbinden, welche über uns hinaus geht und in der Lage ist, zu Missständen, Initiativen und Bewegungen entschieden „Nein“ zu sagen, wenn es das erfordert?  
  •  Wie würde eine Welt aussehen, in welcher wir uns in der Schüchternheit und der erblühenden Kraft unserer inneren Jugendlichen im zarten Alter von 13 Jahren begegnen würden? Welche Träume hätten wir? Wie radikal und revolutionär wären unsere Gedanken und daraus resultierenden Handlungen?  
  •  Wie lässt sich die Krise in einen Initiationsprozess der Menschheit verwandeln, so dass wir anfangen, erwachsen zu werden?  

Wie würde eine Menschheit aussehen, die zutiefst im ökologischen Gleichgewicht lebt? Es ist die Aufgabe unserer Zeit Kulturschaffende zu sein: zu schützen, pflegen und kreieren was wir lieben und was uns so heilig ist, dass wir selbstverständlich auf Erhaltung und Nachhaltigkeit ausgerichtet sind. Wir wollen ein Gesellschaftssystem aufbauen welches nach gemeinschaftlichen Grundgedanken ausgerichtet ist, für uns und weit über uns hinaus. Sodass wir eines Tages alle sagen können: „Alles was ich (er)lebe ist Gemeinschaft“.   

 Es gibt dieser Tage vielfältige Möglichkeiten sich aktiv zu beteiligen: zum Beispiel am Klimastreik am 29. November in über 200 Städten in Deutschland.   

https://fridaysforfuture.de/neustartklima/

 Bücher & Links:    

  •  www.tamera.org    
  •  https://www.youtube.com/results?search_query=defend+the+sacred+2019    
  •  Defend the Sacred. Wenn das Leben siegt, wird es keine Verlierer geben.Verlag Meiga, 2019.   
  •  Und sie erkannten sich. Das Ende der sexuellen Gewalt. Von Dieter Duhm und Sabine Lichtenfels, 2018  
  •  Tamera – ein Modell für die Zukunft. Von Leila Dregger, Verlag Meiga 2015    Alle Bücher erhältlich bei: www.Verlag-Meiga.org oder im Buchhandel  

 Weitere Initiativen:    

Tamera ist eine Gemeinschaft von ca. 150 Menschen. Sie wurde 1995 im Süden Portugals gegründet. Das Gelände hat die Form eines Vogels und ist eingerahmt von den Hügeln der Umgebung. Auf dem Platz sind die Gebäude weitläufig angelegt: der Gästebereich am Campus, der Platz der Kinder mit einer eigenen Schule (für Gemeinschaftskinder und inzwischen auch viele portugiesische Kindern aus der Region), das Kulturcafé, das Solarvillage und der politische Ashram „Haus Akron“, um nur einige davon zu benennen. Einer der wesentlichen Aktivisten der Veranstaltung ist Martin Winiecki – ohne seine Ideen und seine Initiative gäbe es die Konferenz nicht. Er landete als junger Mann in Tamera und beeindruckte mit seinem Engagement und Einsatz für das politische Geschehen der Welt die Gemeinschaft. Eine starke weibliche Stimme der Tamera-Gemeinschaft ist Sabine Lichtenfels. Sie ist Friedensaktivistin und leitet die Globale Liebesschule im Heilungsbiotop. Ihre neuste Buchveröffentlichung „Und sie erkannten sich“, gemeinsam mit Dieter Duhm, handelt vom Frieden zwischen den Geschlechtern. Auch die Gründung Tameras geht maßgeblich auf das Wirken und Visionieren beider zurück.

Die Fotos im Beitrag sind von Sharon Avraham.

Nachhaltiges Leben im Einklang

erschienen in der SEIN Brandenburg Online Frühjahr 2020

https://www.sein.de/nachhaltiges-leben-im-einklang.de

Es ist an der Zeit zu erforschen, wo wir Wesen uns immer noch unserer Kraft berauben, wo wir der Annahme folgen, wir wären minderwertig und müssten anders, besser, schneller, technokratischer und talentierter sein. Wir versuchen das Leben in all seinen chaotischen Windungen zu negieren und in eine Form zu pressen. Wir tun es mit unseren Leibern, unseren Gefühlen, unserem Geist und unserer Seele. So, wie wir es mit der Seele der Erde tun. Sie gefügig machen, in Parzellen unterteilen, so dass große Landmaschinen einen höheren Ertrag abernten können. Auf Termin hygienisch und sauber gebären und sterben, so wie das ganze Dazwischen auch kataloggerecht möbliert wird.

Nachhaltiges Leben

Ich brauche die anderen – meine Freunde, den Nächsten um mich herum, um mich zu erinnern. Im Kreis zusammenkommen, Verständigung und Gemeinschaft bilden. Für kurz oder lange eintauchen in einen menschlichen Umraum, der größer ist als ich selbst und der mich zutiefst zu mir selbst und uns zueinander führt. Essenzen sprechen, wahrnehmen, was ist, zuhören, lauschen, ins Sein sinken. In der UBahn, beim Bäcker, im Warteraum mir des Einsseins mit dem Kleinkind gegenüber, der gestressten Mutter und der unbeantworteten Fragen, die mir durch den Kopf schwirren, bewusst werden. Wie kann ich meine Fühlkapazität auf den Menschen neben mir ausweiten oder auf das, was gerade nicht so sein soll? Nachhaltiges leben leben und Taubheitsschwelle senken: Was darf noch zu mir dringen von all dem Leid, Schmerz und der Freude und Fülle, die mich umgeben? Ein tiefes JA zum Leben geben, mir selbst und dem Spiegel, den DU mir gerade bietest.

„We are all we need“

Wenn wir dieser Tage in die Welt blicken, die politische Situation erfassen, wird deutlich: Unsere Kraft und Intuition sind mehr als gefragt. Was hält uns davon ab, nachhaltiges Leben zu leben, und bringt uns dazu, unsere Position und Rollen selbst zu sabotieren? Was steht uns im Wege, wenn nicht wir selbst? Uns von den Missständen erreichen lassen. Den Begebenheiten, die, statt fürs Leben zu gehen, unsere Lebensgrundlage zerstören und die unserer Kinder. Zutiefst die Information der Not weltweit und des Schmerzes in all seinen skurrilen Ausmaßen zu uns dringen lassen. Unseren Blick durch die Regale im Supermarkt schweifen lassen, um herauszufinden, was uns nährend sein könnte.

Bio, plastikverpackt, regional und saisonal, – exotisch experimentelle Küche oder doch zur Perfektion auf uns Konsumenten durchgestylt? Wer hindert uns am einfachen Leben? Unsere Nachbarn zum Essen einzuladen, gemeinsam kochen, Foodsharing, gemeinschaftliche Lebensmittelgrundlagen schaffen, zusammen gärtnern und wohnen? Wer, wenn nicht wir, wann, wenn nicht jetzt? Eine Entscheidung treffen fürs Leben. Was ist erst mal augenscheinlich ein Mehraufwand? Welche Investitionen lohnen sich, wie z.B. schon das dritte Mal unentgeltlich nach den Kindern der Nachbarin geschaut zu haben?

Private, individuelle Entscheidungen nehmen Ausmaße von ungeheurer Dichte in unserer heutigen Gesellschaft ein. Aussteigen aus dem „Ich mag dies nicht – ich mag das nicht“: Wie ich aussehe, wie ich rede, wie ich schreibe. Meine Kleider, meine Emotionen – Nabelschau bis ins Kleinste betreiben und dabei vergessen, in welch grandioses Privileg uns die Schöpfung versetzt hat. Gewahrsein für die großen Zusammenhänge. Erkennen, wie wir uns selbst einengen in unserem Wachsen und Wirken. Im Widerstand verlieren und im Leiden sowie der damit einhergehenden Lähmung verharren oder im Gegenteil uns overpowern und ausbrennen – zuallererst innerlich.

Klimawandel, innere und äußere Überhitzung, ständige Reizüberflutung. Via Mail, Whatsapp, Twitter und wie sie sonst noch alle heißen. Vergessen, dass uns unsere Natürlichkeit abhanden gekommen ist – unsere Wildnatur. Erkennen, wie unsere Umwelt uns allgegenwärtig einlädt, tiefer zu atmen, dem Zwitschern des Vogels am Fenster zu lauschen. Am Baum verweilen – in Muße, nur für einen Augenblick die Zeit vergessen – um uns zu erinnern. Verbunden – mit Allem, um damit ein Potenzial, welches in der Ruhe, der Sammlung und unserer Kraft steckt, wieder zu erlangen. Wilde, weise Wesenheiten: Wir rufen auf, Raum zu bereiten, wo es möglich wird, sich mit der Kraftquelle und dem Leben selbst zu verbinden, welches uns zutiefst zu eigen ist.

Wo wir genau wissen, was wir können, wo unsere Grenzen liegen, wo wir ein Ja oder auch ein Nein voll geben können. Mit der Unterstützung aus dem Kreis erkennen, welche Muster uns nicht länger dienen, um aus dieser Erkenntnis heraus uns auf unser höheres Licht auszurichten. In welchem die Qualitäten unserer Liebe und unserer Wut in Balance sind, sich ergänzen und wissen, wann wer aus dem inneren Kabinett gefragt und am Zug ist. Für ein nachhaltiges Leben im Einklang mit Allem.